Eine andere Wahrheit – Die Geheimverträge im Ersten Weltkrieg

1917 brachte die Veröffentlichung Geheimer Verträge das reibungslose Funktionieren der Kriegsmaschine kurzzeitig ins Stocken. Das war die Gerburtsstunde moderner Propaganda aus dem Geist der Reklame

Benedictus_XV
Unglaublich, aber wahr: Papst Benedikt XV. sollte verhaftet werden, falls er sich für eine Beendigung des Krieges einsetzen würde. (Mehr dazu unter diesem Artikel)

von Hermann Ploppa

Buchstäblich über Nacht hatten die Bolschewiki im frühen Winter 1917 die Macht erobert. Der Sturm auf das Petrograder Winterpalais ging so rasch vor sich, daß die entmachteten Mitglieder der Kerenski-Regierung viele wichtige, nicht für das gemeine Volk bestimmte Dokumente zurücklassen mußten. Unter diesen Dokumenten finden sich eine ganze Anzahl von Geheimverträgen, Abmachungen und Korrespondenzen, deren Veröffentlichung für die Regierungen Großbritanniens, Frankreichs, Japans, Rumäniens, Italiens und für die früheren russischen Regierungen außerordentlich peinlich war <1>.
LeTrotskyDBRevolutionsführer Leo Trotzki pfeift auf internationale Konventionen. Er veranlaßt die ratenweise Veröffentlichung der kitzligen Dokumente in der parteieigenen Zeitung Iswestija, was sich aufgrund der Fülle des Materials über viele Monate erstreckt. Kopien überreicht Trotzki an die internationale Presse und an die Arbeiterparteien der kriegführenden Länder. Auch wenn sich die Übersetzung und Veröffentlichung im westlichen Ausland über Jahre hinzieht, werden die Inhalte der Verträge und Abmachungen per Mundpropaganda in Windeseile in den Rüstungsfabriken und in den verkoteten Schützengräben aller Seiten verbreitet.
Die „Kriegsbegeisterung“ hat in jenen Monaten einen neuen Tiefpunkt bei Fußsoldaten und Rüstungsarbeitern aller Seiten erreicht. Die Veröffentlichung der Geheimverträge schlägt ein wie eine Bombe. Die Leute draußen im Lande fühlen sich arg betrogen. Die Regierungen der Entente-Staaten Großbritannien, Frankreich sowie des zaristischen Rußland erklärten immer wieder feierlich, die Achsenmächte Deutschland, Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich hätten einen heimtückischen, lange vorher geplanten Angriffskrieg gegen sie angefangen. Die Entente-Staaten setzten sich lediglich gegen diese gemeine Attacke zur Wehr. Wenn der Angreifer unschädlich gemacht sei, würde man den Krieg sofort beenden.
Nun zeigen jedoch die aufgefundenen Geheimverträge, Abmachungen und Briefwechsel ein deutlich anderes Bild. Munter werden Territorien und Bodenschätze der Achsenmächte als Kriegsbeute verschachert. Staaten, die gar nichts mit dem Kriegsgeschehen zu tun haben, geraten ebenfalls unter den Hammer. Da die Geheimverträge im Zeitraum zwischen 1915 und 1917 abgeschlossen wurden, sagen sie zwar nichts über die Ursachen des Krieges aus. Sie besagen aber eindeutig, daß die Entente-Staaten den Krieg bedenkenlos ausnutzen, um lange gehegte Begehrlichkeiten Wirklichkeit werden zu lassen. Neutrale Staaten werden mit Beuteversprechen in die Entente hereingeholt. Man trifft Vorkehrungen, um ein frühes Ende des Krieges zu verhindern.
Den Anfang macht eine Geheimvereinbarung zwischen Rußland und Großbritannien vom 12. März 1915. Rußland wollte schon immer gerne die Meerenge, die das Schwarze Meer mit dem Mittelmeer verbindet, unter seine Kontrolle bekommen. Mit dem Vertrag vom März erkennt Großbritannien die zukünftige Annektion der Dardanellen und Konstantinopels durch Rußland an. Daß Konstantinopel die Hauptstadt des Osmanischen Reichs ist, stellt keinen Hinderungsgrund dar. Rußland revanchiert sich für das Gentlemen’s Agreement. Bereits 1907 hatten Rußland und Großbritannien das offiziell souveräne Persien dreigeteilt: in eine russische, eine britische und eine neutrale Zone. Nun akzeptieren die Russen, daß Großbritannien auch die neutrale Zone noch für sich in Anspruch nimmt.
Am 26. April 1915 wird Italien in die Entente geholt, indem Italien großzügig Südtirol, Triest, Istrien, Dalmatien, Teile Albaniens, Teile Anatoliens sowie zwölf kleinasiatische Inseln versprochen werden. Als koloniale Zugabe wird noch Libyen spendiert. Im Frühjahr 1917 verschachert man den asiatischen Teil des Osmanischen Reiches. Großbritannien sichert sich „Südmesopotamien“. Der heutige Irak sowie zwei Häfen in Syrien sollen die Versorgung Großbritanniens mit Erdöl sichern. Frankreich bescheidet sich mit Syrien, ein bißchen Osttürkei sowie West-Kurdistan. Rußland soll Nordanatolien bekommen. Damit wäre das gesamte Schwarze Meer plus Mittelmeerzugang unter russischer Kontrolle. Rumänien, bislang in wohlwollender Neutralität den Achsenmächten verbunden, wird herübergeholt mit der schönen Aussicht auf Transsylvanien, Bukowina und dem Banat. Dafür dürfen keine deutschen Transporte von und nach dem Osmanischen Reich durch Rumänien rollen.
Am 3. März 1916 verständigen sich Japan und Rußland, andere Länder aus dem chinesischen Wirtschaftsraum herauszuhalten. Ein Telegramm von Sasonow vom 24. März 1916 präzisiert: „Das Thema, die Deutschen aus dem chinesischen Markt zu schmeißen, ist von außerordentlicher Wichtigkeit. Aber die Verwirklichung ist unmöglich ohne die Teilnahme Japans.“ Da Rußland wegen der bolschewistischen Revolution als Partner ausfällt, trifft Japan am 2. November 1917 stattdessen mit den USA die selben Vereinbarungen wie zuvor mit dem Zarenreich.
Im Februar 1917 wird zwischen Rußland und Frankreich vertraglich festgelegt, was Sasonow bereits im März 1916 im o.g. Telegramm „angedacht“ hatte: dafür, daß Rußland den Westmächten bei der Gestaltung der neuen deutschen Westgrenzen freie Hand läßt, kann Rußland die deutsche Ostgrenze nach Gusto festlegen. Das bedeutet: Frankreich soll Elsaß-Lothringen erhalten sowie das Saartal. Die deutschen Gebiete links des Rheins werden in einem „neutralen“ Staatsgebilde von Frankreichs Gnaden zusammengefaßt. Nach Sasonows Plan und mit Frankreichs Duldung würde es möglicherweise keinen neuen Staat Polen zwischen Deutschland und Rußland geben. Auch die republikanische Regierung Rußlands bestätigte am 1. August 1917 in einer diplomatischen Note diese Verabredungen mit Frankreich.
Die Harmonie wurde gestört durch Friedenssondierungen Deutschlands, aber auch durch vereinzelte Stimmen in Großbritannien. Jedoch ein zu früher Friedensschluß könnte die Ambitionen der Geheimverträge zunichte machen. Im Vertrag mit Italien vom April 1915 werden deshalb geeignete Vorkehrungen getroffen, um den Papst an der Durchführung von Friedensverhandlungen zu hindern. In jenen Tagen untersteht der Vatikan direkt der italienischen Staatsgewalt. Artikel 15 lautet:

„Frankreich, Großbritannien und Rußland verpflichten sich zur Unterstützung Italiens, das den Vertretern des Heiligen Stuhls untersagt, irgndwelche diplomatischen Schritte zu unternehmen mit dem Ziel des Abschlusses eines Friedens oder der Regelung von Fragen, die mit dem gegenwärtigen Krieg im Zusammenhang stehen.“

Die von Trotzki bloßgestellten Entente-Politiker drucksen herum. Der britische Unterstaatssekretär des Äußeren und Blockademinister <2> Lord Robert Cecil interpretiert den Geheimvertrag über die Aufteilung des Nahen Ostens neu. Damit sei nicht Annektion gemeint, sondern „acquisition“. Ob das Ding nun Einverleibung oder „Erwerb“ heißt, ist den betroffenen Völkern vermutlich ziemlich gleichgültig. Im ersten Schock weichen die Entente-Politiker sogar vor der diplomatischen Offensive der Bolschewiki zurück. Als die Bolschewiki sich aus Persien zurückziehen, erklären auch die Briten ihren Rückzug. Als die Bolschewiki den Anspruch auf den Isthmus zum Schwarzen Meer aufkündigen, erklärt auch der englische Premier Lloyd George, die Dardanellen sollten unter internationale Aufsicht gelangen.
Das größte Problem ist jedoch der absolute Tiefpunkt, den die Kriegsmotivation der Völker erreicht hat. Niemand hatte damit gerechnet, daß der Krieg nach zwei Jahren immer noch nicht entscheiden ist. Die Heranschaffung immer neuer Millionen junger Männer an die Fronten vermag nicht, aus dem Stellungskrieg wieder einen Bewegungskrieg zu machen. Der französische General Nivelle scheitert am 16. April 1917 mit einem Durchbruchversuch kläglich. Auch die Chemin des Dames-Offensive scheitert. Für 500 Meter Geländegewinn haben 250.000 Menschen ihr Leben gelassen. Das Maß ist voll. Im Juni 1917 meutert die Hälfte aller französischen Frontsoldaten. Spezialeinheiten liquidieren meuternde Bataillone. Das Vertrauen der Fußsoldaten in ihre Führung ist erschüttert. Und auch bei den anderen Kombattantenstaaten sieht es nicht besser aus.

Westfront, deutscher Soldat
Millionen traumatisierte junge Männer wollten nicht mehr aufeinander schießen.

In den USA kann man die entlarvenden Geheimverträge absolut nicht gebrauchen. Gerade eben erst hatte Präsident Woodrow Wilson seine Wiederwahl erreicht durch das hochheilige Versprechen, die USA aus dem Gemetzel in Europa herauszuhalten. Um nach Ablegung seines Amtseids im März sodann am 2. April 1917 den Kongreß so wortmächtig zu bearbeiten, daß dieser Deutschland am 6. April den Krieg erklärt. Es gab einen handfesten Grund für Wilsons Wortbruch. Das US-Kapital kämpfte bereits seit 1914 auf Seiten der Entente in Europa mit. Das Bankhaus J.P. Morgan hatte Großbritannien und Frankreich mit gigantischen Geldmitteln ausgestattet. Dafür kauften jene Länder in den USA Rüstungsgüter. Spendabel hatte Großbritannien das amerikanische Geld wiederum an Länder wie Italien, Rußland, Rumänien oder Japan unterverliehen.

JohnPierpontMorgan
JP Morgans Kredite sind an harte Bedingungen gebunden

Und nun war der Punkt erreicht, an dem Großbritannien seinen Überziehungskredit wiederum überzogen hatte. Das räumte der britische Finanzminister Bonar Law am 24. Juli 1917 in einer Rede vergnügt ein: „Tatsächlich, es ist ein offenes Geheimnis, daß wir mit unseren Mitteln so freigiebig umgegangen sind, daß jene Gelder, die uns in den USA zur Verfügung standen, nahezu erschöpft waren, als unser großer Verbündeter (=USA H.P.) in den Kampf eingriff.“ <3>
Längst hatte Großbritannien seine nationale Souveränität zu großen Teilen an die Morgan-Bank abgetreten. Wenn die Briten z.B. keine nationalen Kriegsanleihen auflegen wollten, um die Morgan-Kredite abzusichern, warf Morgan so viel Pfund-Noten auf den Devisenmarkt, daß der Pfund-Kurs abstürzte. Darauf wurden die Rüstungsimporte für Großbritannien teurer. Die Briten legten Kriegsanleihen auf. Sie mußten amerikanische Rüstungsgüter des Morgan-Konsortiums kaufen, denn niemand sonst gab ihnen diese Güter so einfach auf Pump. 1917 hingen 400 Millionen Dollar an faulen Krediten in der Luft. Man konnte also nicht einfach die Kriegsmaschine von Hundert auf Null herunterfahren: „Die amerikanische Industrie, die bereits vollständig auf Produktion und Belieferung der Alliierten eingestellt war, sah ihrer Liquidation, ihrem Umbau und sogar dem Ruin ins Gesicht allein schon beim puren Friedensgeflüster …“ <4>
Als der Kongreß den Achsenmächten den Krieg erklärt, singen dreihundert New Yorker Börsianer die Nationalhymne. Schon beim Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Deutschland waren die Aktien des Stahlgiganten Bethlehem Steel um 30% hochgeschnellt.
Der gewöhnliche US-Bürger hat allerdings von dem 8.000 Kilometer entfernten Gemetzel nichts zu befürchten und er hat schon gar nichts zu gewinnen durch seine Teilnahme. Also bildet sich eine Woche nach der Kriegserklärung ein Propagandaministerium der USA. Dieses Council on Public Information soll das Volk der USA von Null auf Hundert in Kriegsrage bringen.
Das CPI ist ein Musterbeispiel Öffentlich Privater Partnerschaft: der Staat gibt den Auftrag, stellt das meiste Geld und entsendet drei Minister in den Vorstand. Konzeption und Ausführung der Kriegspropaganda liegen dagegen in den Händen von Journalisten und Fachmännern aus der Werbebranche. Diese Leute bringen das Weltbild ihres Gewerbes mit. Es geht nicht darum, mit Argumenten zu überzeugen, sondern darum, ein Produkt zu verkaufen. Und das geschieht durch Aktivierung unbewußter Antriebe im Addressaten. Antriebe, von denen der Addressat gar nichts weiß. Edward Bernays, ein Mastermind des CPI, benennt die Fähigkeiten des Werbemannes: „Es ist seine Fähigkeit, die untergründigen Tendenzen des öffentlichen Bewußtseins zu verdichten (crystallizing), bevor sie einen bewußten Ausdruck erhalten haben. Das macht ihn so wertvoll. Die Ansprache an die Instinkte und die universellen Wünsche stellt die grundlegende Methode dar, durch die er (der Werbemann) seine Ergebnisse erzielt.“ <5>
Also: wie bringt man die US-Bürger dazu, vor diesem Krieg Angst zu haben? Antwort: Man muß die Bedrohung im eigenen Land beschwören. In den USA sind die Deutsch-Amerikaner die größte ethnische Gruppe, gefolgt von den Englisch-Amerikanern. Nunmehr wird eine Beziehung hergestellt zwischen den Kriegsanstrengungen des Deutschen Reiches und den Deutsch-Amerikanern. Letztere sind plötzlich eine Fünfte Kolonne des Kaisers. Aus dem Stand wird eine extreme Haßkampagne gegen die Deutschen entfacht. Und damit einhergehend ein Gefühl der Bedrohung bei den US-Bürgern. Das führt sogar zu Lynchmorden an Deutschen in den USA.
Die Werbeprofis des CPI leisten ganze Arbeit. 75.000 ehrenamtliche Four-Minute-Men halten 750.190 vierminütige Ansprachen auf öffentlichen Plätzen, Kirchen und Kinos, in denen sie zur Wachsamkeit gegen die inneren Feinde in den USA aufrufen und zum Zeichnen von Kriegsanleihen aufrufen. Vierzehntägig gehen Rundbriefe an 6.000 Lehrer. 1438 verschiedene Bildmotive für Plakate, Postkarten u.ä. werden entworfen. Pimpfe sind in der Yellow-Dog-League organisiert und mobben deutsche Schüler und bellen auf der Straße Leute an, die keine Kriegsanleihen gezeichnet haben. Die American Protective League und der Ku Klux Klan beobachten und verdreschen Leute, die der Spionage für Deutschland verdächtig sind.
Nun hat man im Winter 1917/18 Soldaten in den USA rekrutiert und die Arbeiter so weit eingeschüchtert, daß sie in den Rüstungsbetrieben widerstandslos im Akkord schuften. Und dann passiert der SuperGAU mit der Enthüllung der Geheimverträge. Diese Enthüllung wird begleitet von einer Waffenpause an der russisch-deutschen Front. Ihr folgen Friedensverhandlungen zwischen Rußland und Deutschland in Brest-Litowsk. Trotzki agiert auch hier erfrischend „unprofessionell“, indem er die Verhandlungen für öffentlich erklärt und die Westmächte einlädt, ebenfalls herzukommen und über Frieden zu verhandeln.

Walter_Lippmann_1914
Walter Lippmann

Der unendlich kluge Walter Lippmann, der spätere Chefideologe des Council on Foreign Relations, hat die Faszination der Feuerpause und der Verhandlungen von Brest-Litowsk eingefangen: „In Brest-Litowsk wurde der Traum aller einfachen Leute wahr; es war also möglich zu verhandeln. Es gab andere Möglichkeiten, das Martyrium zu beenden, als mit seinen Feinden ums Überleben zu ringen. Scheu, aber mit angespannter Aufmerksamkeit, wandten die Menschen ihren Blick nach Osten. Warum denn eigentlich nicht, fragten sie sich. Wozu ist denn das Ganze gut? … Die früheren Symbole des Krieges waren abgedroschen und hatten ihre einigende Kraft eingebüßt. Unter der Oberfläche war eine tiefe Kluft aufgerissen in jedem alliierten Land … Die ganze alliierte Sache war in die Defensive gedrängt durch die Weigerung, an den Verhandlungen in Brest-Litowsk teilzunehmen.“ <6>
Sozialistische, kommunistische und anarchistische Gruppen schiessen in den USA wie Pilze aus dem Boden. Gegen diese Ausbrüche von Eigenwilligkeit des Volkes geht die Wilson-Regierung mit äußerster Brutalität vor. Tausende von Linken werden deportiert oder in Lagern gepeinigt. Der aufgehetzte Mob lyncht Führer der Gewerkschaft IWW oder steckt deren Büros in Brand. Mit der millionenfachen Verbreitung der „Protokolle der Weisen von Zion“ in den USA kommt zum Deutschenhaß der Judenhaß hinzu.
Mit Einschüchterung allein aber kann der Sieg weder zuhause noch in Übersee gewonnen werden. Man muß den Bolschewiki die Trophäe der Meinungsführerschaft wieder abknöpfen. Denn, das haben die Alliierten im Gegensatz zur deutschen Regierung begriffen: ein Krieg besteht aus drei vollkommen gleichwertigen Armen. Erstens: der Niederringung durch Waffen und Munition. Zweitens: der Abschnürung der wirtschaftlichen Hauptschlagader des Feindes. Und Drittens, genau so wichtig: dem Krieg an der Propagandafront.
Und der wichtigste, intelligenteste Krieger an der Propagandafront war Walter Lippmann. Er sagt: wenn man Leute unter einen Hut bringen will, die von ihren Grundpositionen her nicht zusammenzubringen sind, dann darf man nicht rational-logisch arbeiten. Man muß einen Begriff nehmen, der möglichst inhaltsleer ist, und unter dem sich jeder was anderes vorstellen kann.
Walter Lippmann ist einer der Verfasser von Wilsons berühmten 14 Punkten, die als Gegenoffensive gegen Brest-Litowsk gedacht waren: „Sie (die 14 Punkte) sollten, kurz gesagt, alliierte Einheit sichern und befestigen für den Fall, daß der Krieg weiterging.“ <7> Und der Krieg mußte weitergeführt werden. Sonst wäre die überhitzte US-amerikanische Kriegswirtschaft zusammengebrochen.
Das Team um Lippmann hatte in einer erstaunlichen Kraftanstrengung jenes politische Programm zusammengezimmert, das Präsident Wilson am 8. Januar 1918 dem Kongreß der USA vorlegte. Damit ist Wilson als tapferer, gleichwohl tragischer Streiter für eine bessere Welt in die Geschichte eingegangen. Man sieht indes Wilsons Forderungen an, daß sie einen Negativabguß der Geheimverträge darstellen. Weiterhin sind sie eine propagandistische Reaktion auf das Zimmerwalder Manifest von 1915. Im schweizerischen Dörfchen Zimmerwald hatten sich Delegierte sozialistischer Parteien verschiedener Länder getroffen. Ihre wichtigste Forderung ist die Selbstbestimmung der Völker.
Tatsächlich sind Wilsons 14 Punkte eine lustige Mischung aus hohlen Versprechungen und geschickt eingeschmuggelten Regelungen, die sich mit Regelungen der Geheimverträge deckten. Da fordert Wilson alias Lippmann das Ende aller Geheimdiplomatie. So etwas kann Wilson unmöglich anders als propagandistisch gemeint haben. Die Bildung neuer Nationen wird angekündigt. Es handelt sich exakt um jene Staaten, die aus der Auflösung Österreich-Ungarns hervorgehen. Selbstbestimmung gilt nicht für Völker im ehemaligen russischen Reich. Denn die US-Regierung baut noch bis 1922 auf die Wiedereinsetzung eines konservativen russischen Regimes von US-Gnaden. Kolonien sollen sich die Großmächte nicht gegenseitig wegschnappen. Von einer Selbstbestimmung der Kolonialvölker ist keine Rede. Freier Handel ist wohlfeil, denn jeder kann sich was anderes darunter vorstellen.
Lippmann, listig, über den Gummi-Charakter der 14 Punkte: „Denn die Phrase, die immer inhaltsleerer wird, ist nunmehr in der Lage, fast nichts zu bedeuten. Dann wird sie bald fähig, beinahe alles zu bedeuten. Mr. Wilsons Phrasen wurden in unendlich unterschiedlichen Weisen in jedem Winkel der Welt aufgefaßt.“ <8>
Der Krieg konnte weitergehen.
Dank Wilsons 14 Punkten: „Sie standen für entgegengesetzte Ideen, aber sie riefen eine gemeinsame Empfindung wach. Und in diesem Sinne spielten sie eine Rolle, die westlichen Völker für jene verzweifelten zehn Monate des Krieges zu gewinnen, die sie immer noch zu erdulden hatten.“ <9>

Fußnoten
<1> Die Texte der Geheimverträge in englischer Sprache sind nachlesbar unter:http://www.gwpda.org/comment/secrettreaties.html

<2> Die britische Marine hatte den gesamten Transport der deutschen Handelsmarine blockiert. Auch dafür mußte es einen Minister geben. Die britische Seeblockade kostete auf deutscher Seite 750.000 Menschen das Leben, durch Hunger oder Mangelernährung. Noch durch Generationen sprach man mit Schaudern vom schrecklichen „Steckrübenwinter“ 1917/18.
<3> zitiert nach Harold D. Lasswell: „Propaganda Technique in the World War“. Chicago 1927, S. 78.
<4> ebda., S.79
<5> Edward Bernays: “Crystallizing Public Opinion”. New York 1923, S.173.
<6> Walter Lippmann: “Public Opinion”. New York 1921.
<7> ebd.
<8> ebd.
<9> ebd.

Nachtrag: In diesem Artikel wird erwähnt, dass geplant war, Papst Benedikt XV. zu verhaften, falls dieser versuchen würde, den Krieg zu beenden. Dazu gab es konkrete Anhaltspunkte. Bereits im Jahre 1915 hatte Benedikt in einer so genannten Exhortatio die Kriegsparteien aufgefordert, den Krieg sofort zu beenden. Der Text dieser Ermahnung  wird an dieser Stelle noch einmal veröffentlicht:

Der Krieg ist eine grauenhafte Schlächterei! von Papst Benedikt XV.

An die kriegführenden Völker und deren Oberhäupter!

Als wir ohne unser Verdienst auf den Apostolischen Stuhl berufen wurden zur Nachfolge des friedliebenden Papstes Pius X., dessen heiliges und segensreiches Leben durch den Schmerz über den in Europa entbrannten Bruderzwist verkürzt wurde, da fühlten auch wir mit einem schaudernden Blick auf die blutbefleckten Kriegsschauplätze den herzzerreißenden Schmerz eines Vaters, dem ein rasender Orkan das Haus verheerte und verwüstete. Und wir dachten mit unausdrückbarer Betrübnis an unsre jungen Söhne, die der Tod zu Tausenden dahinmähte, und unser Herz, erfüllt von der Liebe Jesu Christi, öffnete sich den Martern der Mütter und der vor der Zeit verwitweten Frauen und dem untröstlichen Wimmern der Kinder, die zu früh des väterlichen Beistands beraubt waren. Unsre Seele nahm teil an der Herzensangst unzähliger Familien und war durchdrungen von den gebieterischen Pflichten jener erhabenen Friedens- und Liebesmission, die ihr in diesen unglückseligen Tagen anvertraut war. So faßten wir alsbald den unerschütterlichen Entschluß, all unsre Wirksamkeit und Autorität der Versöhnung der kriegführenden Völker zu weihen, und dies gelobten wir feierlich dem göttlichen Erlöser, der sein Blut vergoß, auf daß alle Menschen Brüder würden.

Die ersten Worte, die wir an die Völker und ihre Lenker richteten, waren Worte des Friedens und der Liebe. Aber unser Mahnen, liebevoll und eindringlich wie das eines Vaters und Freundes, verhallte ungehört! Darob wuchs unser Schmerz, aber unser Vorsatz wurde nicht erschüttert. Wir ließen nicht ab, voll Zuversicht den Allmächtigen anzurufen, in dessen Händen Geist und Herzen der Untertanen und Könige liegen, und flehten ihn an, die fürchterliche Geißel des Krieges von der Erde zu nehmen. In unser demütiges und inbrünstiges Gebet wollten wir alle Gläubigen einschließen, und, um es wirksamer werden zu lassen, sorgten wir dafür, daß es verbunden wurde mit Übungen christlicher Buße. Aber heute, da sich der Tag jährt, an dem dieser furchtbare Streit ausbrach, ist unser Herzenswunsch noch glühender, diesen Krieg beendigt [172] zu sehn; lauter erhebt sich unser väterlicher Schrei nach Frieden. Möge dieser Schrei das schreckliche Getöse der Waffen übertönen und bis zu den kriegführenden Völkern und ihren Lenkern dringen, um die einen wie die andern mildern und ruhigern Entschlüssen geneigt zu machen.

Im Namen des allmächtigen Gottes, im Namen unsres himmlischen Vaters und Herrn, bei Jesu Christi benedeitem Blute, dem Preis der Menschheitserlösung, beschwören wir euch, euch von der göttlichen Vorsehung an die Spitze der kriegführenden Völker Gestellte, endlich dieser grauenhaften Schlächterei ein Ende zu setzen, die nun schon ein Jahr Europa entehrt. Bruderblut tränkt das Land und färbt das Meer. Die schönsten Landstriche Europas, des Gartens der Welt, sind besät mit Leichen und Trümmern; da, wo kurz zuvor noch rege Tätigkeit der Fabriken und fruchtbare Feldarbeit herrschten, hört man jetzt den schrecklichen Donner der Geschütze, die in ihrer Zerstörungswut weder Dörfer noch Städte verschonen, sondern überall Gemetzel und Tod säen. Ihr, die ihr vor Gott und den Menschen die furchtbare Verantwortung für Krieg und Frieden tragt, erhört unser Gebet, hört auf die väterliche Stimme des Stellvertreters des ewigen und höchsten Richters, dem auch ihr über euer öffentliches und privates Tun Rechenschaft ablegen müßt.

Die großen Reichtümer, mit denen der Schöpfer eure Länder gesegnet hat, erlauben euch, den Kampf fortzusetzen; aber um welchen Preis! Das sollen die Tausende der jungen Menschen beantworten, die täglich auf den Schlachtfeldern dahinsinken. Das sollen die Trümmer so vieler Flecken und Städte beantworten, die Trümmer so vieler der Frömmigkeit und dem Geist der Vorfahren geweihter Monumente. Und wiederholen nicht die bittern, in häuslicher Verschwiegenheit oder an den Stufen der Altäre vergossenen Tränen, daß dieser Krieg, der schon so lange dauert, viel kostet, zu viel?

Niemand sage, daß dieser grausige Streit sich nicht ohne Waffengewalt schlichten ließe. Möge doch jeder von sich aus dem Verlangen nach gegenseitiger Vernichtung entsagen, denn man überlege, daß Völker nicht sterben können. Erniedrigt und unterdrückt tragen sie schaudernd das Joch, das man ihnen auferlegte, und bereiten den Aufstand vor. Und so überträgt sich von Generation zu Generation das traurige Erbe des Hasses und der Rachsucht.

Warum wollen wir nicht von nun ab mit reinem Gewissen die Rechte und die gerechten Wünsche der Völker abwägen? Warum wollen wir nicht aufrichtigen Willens einen direkten oder indirekten Meinungstausch beginnen, mit dem Ziel, in den Grenzen des Möglichen diesen Rechten und Wünschen Rechnung zu tragen, und so endlich dieses schreckliche Ringen zu beendigen, wie das in andern Fällen unter ähnlichen Umständen geschah? Gesegnet sei, wer als erster den Ölzweig erhebt und dem Feind die Rechte entgegenstreckt, ihm den Frieden unter vernünftigen Bedingungen anbietet! Das Gleichgewicht der Welt, die gedeihliche und gesicherte Ruhe der Völker beruht auf dem gegenseitigen Wohlwollen und auf dem Respekt vor Recht und Würde des andern, viel mehr als auf der Menge der Soldaten und auf dem furchtbaren Festungsgürtel.

Dies ist der Schrei nach Frieden, der an diesem traurigen Tage besonders laut aus uns herausbricht; und alle Freunde des Friedens in der Welt laden wir ein, sich mit uns zu vereinen, um das Ende des Krieges zu beschleunigen, der, ach, schon ein Jahr lang Europa in ein riesiges Schlachtfeld verwandelt hat. Möge Jesus in seiner Barmherzigkeit durch die Vermittlung seiner schmerzensreichen Mutter bewirken, daß still und strahlend nach so entsetzlichem Unwetter endlich die Morgenröte des Friedens anbreche, das Abbild seines erhabenen Antlitzes. Mögen bald Dankgebete für die Versöhnung der kriegführenden Staaten emporsteigen zum Höchsten, dem Schöpfer alles Guten; mögen die Völker, vereint in brüderlicher Liebe, den [173] friedlichen Wettstreit der Wissenschaft, der Künste und der Wirtschaft wiederaufnehmen, und mögen sie sich, nachdem die Herrschaft des Rechts wiederhergestellt ist, entschließen, die Lösung ihrer Meinungsverschiedenheiten künftig nicht mehr der Schärfe des Schwertes anzuvertrauen, sondern den Argumenten der Billigkeit und Gerechtigkeit, in ruhiger Erörterung und Abwägung. Das würde ihre schönste und glorreichste Eroberung sein!

In dem sichern Vertrauen, daß sich diese ersehnten Früchte zur Freude der Welt bald am Baum des Friedens zeigen werden, erteilen wir unsern Apostolischen Segen allen Gliedern der uns anvertrauten Herde; und auch für die, die noch nicht der römischen Kirche angehören, beten wir zum Herrn, daß er sie mit uns vereinen möge durch das Band seiner unendlichen Liebe.

Rom, Vatikan, 28. Juli 1915.

Auf deutsch übersetzt und veröffentlicht in der Weltbühne Nr. 31 aus dem Jahre 1931, Seiten 171-173

Crisi dei rifugiati senza concetto?

di Hermann Ploppa

La cosiddetta «crisi» dei rifugiati è una catastrofe umanitaria senza precedenti nella storia dell’umanità. Sessanta milioni di persone fuggono dal loro ambiente d’origine. La maggior parte di loro vegeta in immensi campi di tende, malnutrita e senza vestiti appropriati. Sovente vegetano in questi campi fino alla fine della loro vita, derubati della libertà, sebbene non abbiano mai commesso nessun reato. Circa due milioni di queste persone sradicate hanno la forza, i soldi e le relazioni verso l’esterno necessari, per tentare di chie dere asilo in un altro paese. Questo esercito di sradicati ogni giorno aumenta dell’incredibile numero di 43’000 persone. A partire dal 2010 il loro numero è quadruplicato, e questo esodo è in continua crescita.
An_Aerial_View_of_the_Za'atri_Refugee_CampLa maggior parte di questi rifugiati resta nel proprio paese d’origine, sovente in un’altra provincia. Quasi tutti coloro che devono fuggire in un altro paese sono accolti da paesi
poveri, con strutture sovente fragili. Con 1.6 milioni di rifugiati la Turchia è campionessa del mondo. Mentre la Turchia approfitta di un’economia in piena espansione, e con l’an
dare del tempo può integrare i rifugiati nella società, paesi come la Giordania e il Libano,
a causa della mancanza di risorse, non hanno grandi prospettive per il futuro. Il Libano conta circa 4,5 milioni di abitanti e si occupa di più di un milione di profughi. Non si capisce come questo piccolo paese, tormentato dalla guerra civile, sia in grado di sopportare questo enorme peso senza aiuti esterni.
Solo una piccola parte di questi sradicati trova la via verso l’Europa. Si tratta generalmente di persone giovani, dotate di mezzi finanziari e capaci di sopportare considere voli sforzi, sia fisici che psichici. Sono i privilegiati, nel mezzo di queste popolazioni disgraziate, prive di beni e diritti. Mentre che il Libano, l’Uganda, il Ciad o la Giordania devono occuparsi di milioni di rifugiati, la ricca Europa si trova confrontata con diverse centinaia di migliaia di esiliati. Compito fattibile – se attualmente l’Europa, a seguito dei diversi fattori che elenchiamo, non fosse incapace di agire: Alla classe politica europea mancano concezioni
Per prima cosa la classe politica europea non ha l’ombra di un’idea sul come reagire a questo esodo. Alcuni Stati costruiscono di nuovo muri, altri lasciano passare in piena anarchia i flussi di rifugiati diretti verso il nord. Quanto alla Germania è rimasta bloccata a causa della mancanza assoluta di una politica d’immigrazione.
Ugandan_childrenA lunga scadenza in questa terra promessa possono immigrare solo coloro che hanno inoltrato una domanda d’asilo e che quindi possono provare di essere perseguiti per una ragione o per l’altra. Ciò significa che, se la legge è applicata severamente, solo un esiguo numero ne potrà approfittare. La Germania, copiando la famosa «greencard» americana, tenta di attirare specialisti altamente qualificati per formare i quali un altro paese, di solito un paese povero del terzo mendo, ha pagato le grandi spese di formazione e l’economia germanica spera così di potere approfittare gratuitamente della formazione di questi rifugiati. In questo contesto il ministero degli affari esteri si accontenta di precisare che «La Germania non è un paese d’immigrazione classico come per esempio gli USA, il Canada e l’Australia, che fissano quote annuali d’immigrazione». Ora però la politica, i media e soprattutto l’economia reagiscono all’afflusso di rifugiati come se in Germania esistesse un diritto all’immigrazione: ovunque si afferma che nella popolazione tedesca dei prossimi decenni ci saranno troppe persone anziane e pertanto le generazioni future non sarebbero in grado di finanziare il sistema delle pensioni.
Per questo motivo la Germania può accogliere senza difficoltà alcuni milioni di rifugiati per
il proprio mercato del lavoro. Improvvisamente si scoprono ovunque appartamenti vuoti tanto che alcune voci affermano, che si potrebbero far rivivere le regioni deserte della Germania orientale, come fu il caso ai tempi degli Ugonotti.

La Germania senza una struttura sociale del consenso

Possono realmente colmare senza problemi le lacune delle strutture demografiche tedesche, i milioni di esseri umani traumatizzati, provenienti da culture straniere con usi e costumi totalmente diversi? Gli specialisti nutrono seri dubbi. Ma forse l’ostacolo potrebbe essere sormontato, se la Germania possedesse ancora una cultura sociale del consenso funzionante e degli ingranaggi bene adattati che funzionano senza attriti. Una Germania degli anni 60 o 70, dunque. Ma nel frattempo la società ha subito dei cambiamenti – non sempre in positivo. La politica di Schröder dell’agenda 2010, la rovina sistematica del bilancio dello Stato, il ritiro della politica da ogni concezione proattiva della società, la paralisi delle strutture di diritto pubblico e delle cooperative: tutti questi fattori fanno sì che l’immenso lavoro richiesto per l’integrazione di milioni di rifugiati non abbia nessuna possibilità di riuscita. La collaborazione armoniosa fra diversi gruppi sociali si è trasformata in una lotta accanita per le risorse, sempre più scarse. La commercializzazione senza pietà del radicalismo di mercato reale ha portato milioni di lavoratori nell’incertezza del posto di lavoro.
Inoltre il sociologo Heinz Bude ha descritto in un importante articolo apparso recentemente, che milioni di persone vegetano con impieghi a salario basso come «proletariato dei servizi», senza nessuna speranza di migliorare la propria situazione finanziaria (in cifre: 900 a 1100 euro al mese per un impiego a tempo pieno). Il verdetto è chiaro: pulire latrine per tutta la vita professionale, distribuire pacchi, vivere nelle cabine di autocarri lontani dalla famiglia o sollevare anziani e malati dai loro letti. A questi proletari dei servizi si aggiungono, quali potenziali alleati di una futura guerra di classe, i diplomati universitari che non sono riusciti a integrarsi nel mondo del lavoro e ad assicurare il proprio sostentamento. Così la Repubblica federale tedesca dal punto di vista dei ceti sociale si è avvicinata molto agli Stati Uniti d’America. Basta gettare un colpo d’occhio nei libri di storia per comprendere a che punto, a partire dalla seconda metà del 19esimo secolo, gli USA abbiano subito a diverse riprese ondate migratorie di popolazioni sempre diverse, che hanno destabilizzato il mondo operaio indigeno. Gli immigrati minacciavano come concorrenti il livello di vita conquistato faticosamente dalla popolazione locale. In seguito alla costante diminuzione dei salari, dovuta all’abbondante offerta di mano d’opera, la popolazione ha reagito regolarmente con massacri e linciaggi.

I media hanno creato un enorme potenziale di violenza

Gli spodestati e gli sfruttati del proletariato dei servizi in Germania potrebbero ben presto reagire allo stesso modo. I media vi hanno contribuito – consciamente o inconsciamente
è ancora da vedere – formando da molti anni giovani che fino al 18esimo anno di età
hanno consumato virtualmente più di 36’000 omicidi, per televisione, film o videogiochi
(«Egoshooter»). Per fortuna che di tanto in tanto nelle scuole si trova il tempo per qual
che ora di istruzione sociale, altrimenti si esporterebbe dal mondo virtuale al mondo
reale l’impressione che nella società industrializzata moderna domini la pura logica
dell’età della pietra.
Inoltre la stampa scandalistica coltiva sistematicamente l’invidia di gruppi di popolazione e di categorie professionali, aizzando gli uni contro gli altri, secondo la vecchia e efficace ricetta di Giulio Cesare «dividi e impera». E ora si sta arrivando al punto dove la quantità di violenza virtuale arrischia di trasformarsi in qualità reale di violenza.
Quando il Sindacato dei macchinisti ferroviari ha realizzato uno sciopero ferroviario, che indiscutibilmente ha colpito gli utenti, si poté leggere un messaggio su Facebook che bisognerebbe spedire con un treno tutti i macchinisti alla camera a gas. Questo messaggio di odio è stato sostenuto da 22’000 «likes», vale a dire che un gran numero di utenti di
Facebook sostenne l’idea. Quando a Garzweiler, nel Nordhein-Westfalen, militanti della protezione della natura hanno protestato contro l’estrazione della lignite, furono bombardati da messaggi sadici pieni di odio, secondo i quali si dovrebbe passare sopra di loro con una locomotiva o addormentarli come animali, ecc. Si è poi scoperto che questi messaggi erano stati inviati da collaboratori della multinazionale dell’energia RWE, implicata nell’estrazione della lignite menzionata. Concludendo durante una manifestazione del lunedì del movimento anti islamico Pegida a Dresden si sono installate due forche: l’una, come si poteva dedurre dalle scritte, era dedicata alla cancelliera Merkel. L’altra al suo vice Gabriel.
Provocazioni mirate Il crescente isolamento della gente provoca reazioni simili a disturbi paranoici della personalità. La situazione diventa ancora più pericolosa ed è come gettare olio sul fuoco se rifugiati di guerra traumatizzati incontrano cittadini disorientati. Se si sospetta che tutti i rifugiati sono deturpatori di bambini, ladri di bottega e stupratori, o facenti parte in un modo o nell’altro allo Stato islamico (IS), ci troviamo di fronte a provocazioni mirate. Non si dovrebbe per tanto dimenticare che il 99% delle vittime della violenza dello IS sono mussulmani. Ma per i gerenti del sito internet «Politically Incorrect» sembra chiaro che i tedeschi prossimamente saranno vittime del terrore IS, pronosticando per il 2016 lo scenario seguente:

«Bastano poche armi da fuoco per permettere a un combattente dell’IS di uccidere in questa Germania ingenua, da 20 a30 persone al giorno – almeno per il primo giorno, ammesso che l’attacco sia di sorpresa. Con 250’000 uomini ciò significa 4-5 milioni di morti in 24 ore, cosa che sembra assolutamente possibile. Prima ancora che la Bundeswehr abbia potuto (o voluto) reagire, in una settimana si potrebbero avere una decina di milioni di morti, con una adeguata munizione.»

Il ruolo degli «anti-tedeschi»

Essi non si mobilitano solo negli ambienti politici di destra. Da circa 15 anni la sinistra classica è stata infiltrata sistematicamente da forze misteriose che si dichiarano «anti-tedesche». La sinistra tradizionale è stata marginalizzata da un’operazione di gruppo raffinata quanto professionale di questo movimento. Ora gli antitedeschi si mobilitano in modo sempre più aggressivo contro i cosiddetti «teorici della cospirazione» e contro i «populisti di destra». Così vengono chiamati coloro che osano criticare la politica del governo USA o di Nethanyahu in Israele. Uno dei loro bersagli per esempio è lo storico svizzero Daniele Ganser, il quale ha osato confrontare le affermazioni ufficiali del governo Bush inerenti l’attacco dell’11 settembre con altri tentativi di spiegazione. Quando poco tempo fa l’università Witten-Herdecke invitò lo storico svizzero per una conferenza, gli antitedeschi, composti da giovani socialisti, giovani verdi, antifascisti e Pirati, tentarono di imporre all’università l’annullamento della conferenza prevista, ma la direzione dell’università tenne duro e non si lasciò mettere sotto pressione. Visto i numerosi partecipanti venuti alla conferenza di Ganser, gli antitedeschi, più non osarono attaccare la riunione.
Non trovando appoggio presso la popolazione, gli antitedeschi concentrano le loro attività nelle università tedesche, assillando la giovane generazione universitaria, che un giorno sarà chiamata ad assumere funzioni direttive, con tetre dottrine di peccato originale di stampo vecchio testamento: siccome hanno ucciso sei milioni di ebrei, i tedeschi non avrebbero più il diritto di esistere come nazione. Nella lingua dell’unica potenza mondiale rimasta sui muri grigi delle università tedesche si leggono iscrizioni come: «No Border, No Nations» o semplicemente in tedesco: «crepa Germania!» e «Aprite le frontiere dell’UE!».

Strategia dello shoc: espropriatori radicali del mercato all’opera

Il motivo di delegittimare, di negare il proprio diritto all’incolumità e alla dignità, si manifesta sempre quando si violano le acquisizioni di gruppi di popolazione o di intere nazioni. Benché nella maggior parte dei casi siano essi stessi vittime dello IS, i mussulmani nel loro insieme sono sospettati d’ufficio del fenomeno terroristico. Anche gli abitanti della ex Repubblica democratica tedesca furono sospettati massicciamente di essere stati agenti della Stasi. Scioccati da queste insinuazioni inopportune le banche occidentali si sono impadronite delle imprese del popolo. Si rende responsabile la popolazione svizzera del comportamento amorale delle loro grandi banche, per poi impadronirsi a lunga scadenza dell’immensa fortuna delle cooperative degli Svizzeri.
Attualmente si requisisce una grande quantità di installazioni comunali e civili dei comuni tedeschi per sistemarvi i profughi. Chi si oppone a queste procedure è tacciato subito da xenofobo. Con l’aiuto dei cosiddetti «volontari della sicurezza» l’estrema destra organizza azioni per mettere in cattiva luce le preoccupazioni dei cittadini. È evidente il sospetto che si utilizzi una volta di più la «Strategia dello shoc» che Naomi Klein ha descritto così bene nel suo omonimo libro. Ella descrive come gli espropriatori difendano il radicalismo di mercato utilizzando le catastrofi come tsunami o terremoti per sfruttae più tardi le regioni distrutte secondo i loro piani. Così è successo in Sri Lanka, dove dopo lo tsunami i pescatori sono stati scacciati, per poter costruire indisturbati gli impianti turistici lungo le magnifiche spiagge tropicali. Un altro esempio è New Orleans, che dopo l’uragano Katrina è stata ricostruita secondo i piani del radicalismo di mercato. Secondo questo modello la crisi dei rifugiati potrebbe servire per riorganizzare la topografia sociale della Germania, approfittando dello shoc generale della popolazione tedesca: si potrebbe cioè minare la convivenza della popolazione con la chiusura di centri comunitari e con una spartizione oscura delle prestazioni sociali.
Turkey_04Ecco, il cerchio è chiuso. Manca la risposta alla domanda: come mai né la burocrazia dell’UE né il governo federale della Germania non sviluppino un concetto credibile, di come risolvere a lungo termine questo flusso di rifugiati in continua crescita? L‘immigrazione di milioni di persone senza una legge in merito – questo non ha niente a che vedere con la gestione della crisi.
Un piano Marshall per ricostruire i paesi distrutti Niente è più urgente di una pianificazione a lunga scadenza. Se non vogliamo immergercinella lotta delle culture predicata da Samuel Huntington, siamo condannati a sviluppare un simile concetto, che potrebbe avere la forma seguente (avendo pronta una proposta, si può almeno discutere su qualche cosa di concreto!): una prima tappa è quella di varare leggi che proibiscano l’esportazione di armi.
Qui è richiesta l’azione del governo tedesco, poiché la Germania è ancor sempre il quarto
esportatore mondiale di armi. In un secondo passo naturalmente gli autori delle distruzioni devono risarcire i danni, similmente all’industria del tabacco negli anni Novanta del secolo scorso. I pagamenti delle riparazioni vanno versati su un conto fiduciario della International Development Bank (pendant del IWF degli Stati BRICS). Con questi soldi si istituisce un Piano Marshall per la ricostruzione dei paesi distrutti. Partendo dall’idea che la maggior parte dei rifugiati sarebbe felice di poter rientrare un giorno nel proprio paese caldo, bisogna dare loro la possibilità di acquisire già nei paesi ospitanti una formazione idonea, che permetta loro al ritorno di partecipare in modo adeguato alla ricostruzione della loro patria. Da ultimo il governo federale deve fare i suoi compiti, dandosi da fare per dare il via ad una legislazione che regoli l’immigrazione.
Così ai futuri nuovi concittadini si potranno presentare in modo trasparente e sincero i criteri che permettano loro di ottenere l’ambito passaporto tedesco. È evidente che prima o poi il battello sarà pieno. Se la Germania e i suoi paesi vicini dell’Europa centrale vogliono garantire a lunga scadenza una vita dignitosa ai loro abitanti, che non vanno sottomessi a una lotta darviniana per la sopravvivenza. La cancelliera federale Merkel sa molto bene perché nel 2011 ha rifiutato di partecipare all’attacco contro la Libia, in contrasto con il diritto internazionale. Sapeva che distruggendo l’ordine statale di quel paese si sarebbero bloccate tutte le possibilità di affrontare in modo coordinato i flussi di rifugiati verso le frontiere dell’Europa.

Come mai la signora Merkel ora lascia entrare i rifugiati nel suo paese senza alcun controllo? A quali pressioni è sottoposta, per agire in tal modo, contro il buon senso?

Do you know Roderich Kiesewetter?

Of course, you should. Because this Christian democratic member of the German Bundestag not only bashes Putin rhetorically, but he is a very important cog in in the transatlantic network of the military industrial complex as well

By Hermann Ploppa

The visit of the Bavarian premier minister and chairman of the party CSU, Horst Seehofer, for talks with the president of the Russian Federation in Moscow, Vladimir Putin, enraged top politicians of the sister party CDU rhetorically. The member of the German Bundestag and member of the CDU, Roderich Kiesewetter, first got het up the newspaper Die Welt: “Seehofer definitely positioned himself in the refugee crisis against the chancellor – I hope he will refrain from his visit.”
Is the Bavarian sovereign a disloyal obstructionist? Is he a new regicide in the footsteps of Franz Josef Strauß?
Kiesewetter took his chance during an interview at the state radio broadcast Deutschlandfunk to retrofit his charges. Seehofer would be willingly taken in by the strategy of Putin. The strategy of Putin would mean to fix the extremists of the right and the right wing populists as well into a propaganda campaign against the Western world. They would be working as a “fifth column” of Putin, whom he would finance through a foreign network and support with bogus information.
These are strong accusations against a democratically elected President of a neighbor country. Because Kiesewetter failed to answer to requests for details and substantiations of his assertions, one can only assume that he has intelligence by the secret services that he doesn’t want to share with the public – or otherwise his claims against Putin are completely untenable.

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So, there is one question: why is Roderich Kiesewetter polarizing? Does an unknown backbencher of the Bundestag intend to push himself into the spotlight through rhetorical overstatements?
But in the case of Kiesewetter it’s just the opposite. This man has much more influence as the public is aware of it until now. And Kiesewetter is interested in that many of his networking should be hidden from sight. The member of the parliament started his career as a professional soldier. He studied economics in the U.S. In the German armed forces Bundeswehr he rose up to the rank of a General staff officer and served in the NATO headquarters in Brussels and Mons. He finished his active duty in the Multinational Joint Headquarters in Ulm. From this base soldiers will be sent into conflict regions. But also out of service Kiesewetter is still working in the military area, for example as president of the veteran association, the Reservistenverband. This association is caretaking that veteran soldiers of the Bundeswehr will still be connected organizationally and mentally with the armed forces. The German tax payer spends annually 16 Million Euros for this association. The Reservistenverband with its 115.000 members in over 2.400 reservist basic units in the region takes care for a favorable public opinion for the armed forces.
BAKSMuch less in the public light stands the Bundesakademie für Sicherheit (Federal Academy for Security). The BAKS – as it is called by insiders – has its domicile at the periphery of Berlin. It can be called a discreet think tank in which representatives of the armaments industry are discussing with people from the media, theologians, scientists and politicians in an informal manner. Kiesewetter sits in the advisory council. The BAKS itself is a creation of the Government of Germany, and, succinctly speaking, of the Federal Security Council. In this not very well known panel are gathering, as needed, the Chancellor, the deputy chancellor, the chief of staff of the chancellery, and the ministers of foreign office, the interior, justice, economy, the minister of economic cooperation. In this secret panel topics are discussed where the public shall not be included. It’s some kind of an immoral niche. As against the National Security Council in the USA, this is not a secret government. In the case of the German Security Council there are lacking the chief executives of the secret services, and the gamut of issues – as far as we common people can see – is covering touchy items like the armaments exports in such countries that actually must not be delivered by a democratic state. In the Federal Security Council have been approved armament exports in countries like Israel, Turkey or Saudi Arabia for example.
The widely unknown Kiesewetter therefore resides in the center of power.

The veteran of the Federal Army had been elected as the first chairman of the parliamentary subcommittee for investigations concerning the spy-activities of the American secret service NSA in Germany. From the beginning he made clear why he was chairman of this committee: “I’m a staunch transatlanticist!”, is said to be one of his core statements. Why this sensitivity about the fact that the American spy-service NSA picked the brains of the population nationwide of a sovereign, into the bargain allied country? Life is no bed of roses! And the newspaper Die Welt, which is not known for any America-sceptic bias, reported this about Kiesewetter as chairman of the NSA-subcommittee: “Provisional results he sometimes succinctly used to put this way: ’Investigation is going very well – not a single hint for mass surveillance without substantiated suspicion until now.’ Kiesewetter – in effect in his role as investigator – not only defended the NSA, but especially their German colleagues from the BND.”
But awkwardly, Kiesewetter had to resign from his seat as chairman of the investigation committee for the NSA early in 2015. The real cause of his retreat is not clear until now. Allegedly he is said to have learned that two of his comrades in the directorate of the Reservistenverband have been spying for the BND. Because of that Kiesewetter had been miffed so strongly that he abdicated his chairmanship. Later the accusations were boosted: in addition one of the two BND-spies has been working as an agent of the Russian secret service too.
But Kiesewetter is also busy on the European stage. Here he is acting in this democratically uncontrolled space, by no means legitimated by the people, free of any jurisdiction, which is called governance. Governance means: parallel to the traditional institutions of the parliaments and governments there has been established a shadowy structure of powerful and most influential circles. In these elitist circles the framework of future political decisions is negotiated in an informal manner, and is passed to the institutions of the traditional structures of government, i.e. parliaments, governments, bureaucracy and political parties. The European Security Round Table is such an informal junction of armaments industry, security agencies, and business aligned foundations and politicians. The ESRT is funded by armaments corporations like Lockheed Martin, Dassault or Symantec (cyber security). Quite astonishing, one will find as sponsor of the round table also the German federal state Hessen. The citizens of this federal state are thereby funding an institution of whose existence they are not aware. Furthermore the Bertelsmann foundation, the Konrad Adenauer foundation or the very exclusive group Kangaroo are muscling in this European wide active board. The common goal of the fellow campaigners around this Round Table for Security is to start up synchronized armaments industry on a European level.

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Starting point is the idea that the European armaments industry makes a third of the size of its American pendant, but concerning efficiency it is dragging far behind. The European armaments industry has to be much more synchronized in the future. That means: production of armaments must be standardized and certified European wide; it follows on the long run also a concentration of organizing of the armaments production under a common shield. One can summarize it in a less gentle manner; the concentration of capital will be politically supported. The German representatives build an overwhelming majority in these shadowy networks. In the area of the so called security industry German corporations could prevail via such European synchronization on the long run.
You will not really be surprised to see Roderich Kiesewetter as a member of the advisory board of this European Security Round Table. But not only that: Kiesewetter is at the same time a regular participant at sessions of the Munich Security Conference since 2007. There he met with the Ukrainian opposition politician and former world champion for boxing Vitali Klitschko in 2014. That Kiesewetter advocated for weapon deliveries to the Ukraine after this meeting, round off the picture.
Against this backdrop one can better understand some of the meaty statements of the former NATO-soldier. For instance, when Kiesewetter announces in the newspaper Tagesspiegel from Berlin concerning the matter of Syria in September of the last year: “We will only gain political effects, when we are speaking in the language of this region, that is, when we deploy military means as a complement to diplomatic initiatives.” And, more succinctly spoken: “We should also consider delivering heavy weapons like armored tracked vehicles for combating IS.” And at last he suggested that the Federal Republic of Germany should participate in the war in Syria by deploying some of their own Tornado RECCE fighter jets.

Enduring Freedom
A French air force Tornado GR4A aircraft conducts a combat patrol over Afghanistan Dec. 11, 2008. (U.S. Air Force photo by Staff Sgt. Aaron Allmon/Released)

But the Federal Government did not want to back down to the pressure of a group of members of the Bundestag under the leadership of Kiesewetter. That changed at a stroke after the attacks in Paris in November 13th 2015. Notwithstanding that experienced former generals of the Bundeswehr like Harald Kujat or the former Lieutenant colonel Ulrich Scholz condemned the deployment of Tornado jets as military strategic nonsense: Germany from that point on was captured into the conflict with Syria. The idea to entangle Germany into the war in Syria had been developed on the private Munich Security Conference in spring 2015.
In this context some statements of Roderich Kiesewetter in the German Bundestag sound not mere absurd but the more threatening: Europa has to show “hardness” against Libya. Iran would be capable to destroy Munich and Stuttgart by her missiles. Because of this NATO has to build a missile shield along the Russian border from the Baltics to the Black Sea and thereby has to add itself “some more teeth” – Kiesewetter implicitly admits with that notion that the missile shield is not directed against Iran, but against Russia.
Now it comes to full circle: when the Bavarian minister president Seehofer talks with Putin in a normal manner instead of ignoring and outlawing him, he thwarts plans of Kiesewetter and his comrades in arms. To talk with Putin is forbidden by the logic of Kiesewetter because Putin allegedly is at war with the NATO member states, to be precisely at the propaganda front with his asserted financial backing of the German political right.
The days of détente with Moscow are over now.

We can read this in the official newspaper of the armed forces of the USA, the Stars and Stripes. The Department of Defense aka the Pentagon right now announced that it ordered a quadruplication of the military expenses of the US forces in Europe for the fiscal year 2017. Actually there are expenses of 780 Million Dollars for the engagement in Europe in 2016, but the American taxpayer shall spend 3.4 billion Dollars for fiscal year 2017. There will be 3.000 to 5.000 more soldiers deployed at the Russian border. If the next president of the USA will not be Bernie Sanders, this agenda will be implemented by one hundred percent.
Can it be pure accident that the German minister of defense Ursula von der Leyen ordered a new super budget of 130 billion Euros, extending over the next fifteen years, right now? The program “Streitkräfte und Strategien” of the northern German broadcast NDR smugly noted that the minister of defense announced her demands exactly one day after the parliamentary advocate of the Bundeswehr, the Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels, published his yearly bulletin which was very critical: “It looked like a concerted action”.
Roderich Kiesewetter is a champion for concerted actions.

Offene Anfrage an Roderich Kiesewetter

 

Unser Bundestagsabgeordneter Herr Roderich Kiesewetter hat vor einigen Tagen in der WELT und später auch im Deutschlandfunk mit großer Überzeugtheit versichert, Russlands Staatspräsident Wladimir Putin finanziere rechtsextreme Parteien und Netzwerke in Deutschland und in Europa. Das möchte ich natürlich genauer wissen, darum habe ich ihm einen entsprechenden Brief geschickt, den ich hier veröffentliche:

„Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter,

Sie haben in einem Interview des Deutschlandfunks auch nach mehrmaligem Nachfragen Ihres Interviewpartners Herrn Dirk Müller bekräftigt, dass der Präsident der Russischen Föderation, Herr Wladimir Putin, rechtsradikale und rechtspopulistische Parteien in Deutschland und in Europa allgemein definitiv finanziell unterstützen würde:

„Müller: Das ist für Sie ganz klare Sache, können wir so festhalten: Sie sind im Deutschlandfunk fest davon überzeugt, Wladimir Putin will Europa auseinanderdividieren und spalten?

Kiesewetter: Das ist sein strategisches Interesse, eindeutig. Er braucht dazu kein Militär, er braucht dazu Desinformation und seine Fünften Kolonnen, die er durch sein Auslandsnetz finanziert und mit falschen Informationen versieht.“ (Transkript der Sendung)

Können Sie bitte so freundlich sein und an dieser Stelle präzisieren:

1. um welche fünften Kolonnen handelt es sich im Einzelnen; Wer agiert dort? Welches Auslandsnetz meinen Sie genau?

2. Wie wird die Finanzierung des Auslandsnetzes durchgeführt, und welche Beträge sind von der russischen Regierung in welchem Zeitraum an diese Auslandsnetze ausgezahlt worden?

3. Welche falschen Informationen werden durch diese von Putin finanzierten Auslandsnetze in die westeuropäische Öffentlichkeit geschleust?

Da Sie in jenem Interview des Deutschlandfunks mehrmals betonen, dass Sie über diese Zusammenhänge und Fakten bestens informiert sind, bin ich auf Ihre Informationen gespannt.

Mit freundlichen Grüßen

Hermann Ploppa

 

 

Präsident Eisenhower warnte vor Militär-Industriellem Komplex

Hermann Ploppa

 

Dwight D. Eisenhower war der 34. Präsident der USA. Seine landesweit im Fernsehen übertragene Rede zu seinem Abschied vom Präsidentenamt am 17.1.1961 sorgte für eine Sensation: in ungewöhnlich scharfen Worten warnte der ehemalige Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen Nazi-Deutschland vor dem gefährlichen Wachstum des Konglomerats aus Rüstungsindustrie, Rüstungswissenschaft, Rüstungsmedien und Regierung. Für dieses Konglomerat machte Eisenhower den Begriff „Militär-Industrieller Komplex“ populär. Bislang stand in deutscher Sprache keine geeignete Übersetzung dieser beeindruckenden Rede zur Verfügung. USAControl liefert nunmehr im Folgenden die deutsche Übersetzung von Eisenhowers Farewell Address. Der Text ist gemeinfrei und darf unbegrenzt weiter verbreitet werden:

Guten Abend, meine lieben Landsleute, 

…In drei Tagen werde ich nach einem halben Jahrhundert im Dienst für mein Land meine Amtsbefugnisse als Präsident in einer traditionellen und feierlichen Zeremonie an meinen Nachfolger abgeben. Heute Abend wende ich mich an Sie, liebe Landsleute, mit der Botschaft des Abschieds, und ich möchte mit Ihnen einige abschließende Gedanken teilen.

IkeJFK
Wie jeder andere Bürger wünsche ich dem neuen Präsidenten und seinen Mitarbeitern viel Glück. Ich bete, dass die nächsten Jahre gesegnet sind mit Frieden und Wohlstand für alle. Unser Volk erwartet, dass ihr Präsident und der Kongress entscheidende Übereinstimmung finden werden bei lebenswichtigen Fragen von großer Bedeutung. Und weise Entschlüsse, die die Zukunft unserer Nation prägen zum Besseren.
Meine eigenen Beziehungen zum Kongress begannen vor langer Zeit ganz bescheiden, als ein Senator mich zur Militärakademie in West Point berief. Diese Beziehungen wurden enger während des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit. Und schließlich verdichteten sie sich zu einer gegenseitigen Abhängigkeit während der letzten acht Jahre.
In dieser letzteren Art der Beziehung haben Kongress und Regierung gut zusammengearbeitet in den meisten wichtigen Bereichen, um dem Lande zu dienen, anstatt Parteipolitik zu betreiben, und haben auf diese Weise die Interessen der Nation gut vorangebracht. Deshalb sind meine offiziellen Beziehungen zum Kongress mit dem Gefühl der Dankbarkeit verbunden, dass wir so viel gemeinsam auf den Weg bringen konnten.
Wir befinden uns jetzt zehn Jahre nach der Mitte eines Jahrhunderts, das Zeuge wurde von vier größeren Kriegen zwischen Nationen. An dreien dieser Kriege war unsere Nation beteiligt. Ungeachtet dieser Weltenbrände steht Amerika heute als stärkste, einflussreichste und produktivste Nation der Welt da. Wir sind verständlicherweise stolz auf diese Vormachtstellung. Jetzt begreifen wir jedoch, dass Amerikas Führungsrolle und Ansehen nicht nur von unserem unangefochtenen materiellen Fortschritt, den Reichtümern und von militärischer Stärke abhängt, sondern auch davon, wie wir unsere Macht einsetzen für die Interessen des Weltfriedens und Besserung der Situation der Menschheit.
Während der gesamten Geschichte der freien Regierung waren dieses immer unsere Ziele, um den Frieden zu bewahren: den Fortschritt zu fördern für die Vollendung der Menschheit, Freiheit, Würde und Integrität zu erweitern, unter Völkern und zwischen Nationen.
Sich für weniger einzusetzen wäre eines freien und religiösen Volkes unwürdig.
Jedes Versagen, das auf Überheblichkeit oder Mangel an Verständnis oder Mangel an Opferbereitschaft zurückzuführen wäre, würde uns eine schmerzliche Wunde beibringen, ob nun hier oder im Ausland.
Fortschritt in Richtung auf diese edlen Ziele ist dauerhaft in Gefahr durch den Konflikt, der jetzt die Welt im Griff hat. Er erfordert unsere volle Aufmerksamkeit und absorbiert unsere ganze Existenz. Wir stehen einer feindseligen Weltanschauung gegenüber, auf weltweiter Ebene, atheistisch in ihrer Prägung, skrupellos in der Durchsetzung ihrer Ziele und heimtückisch in ihrem Vorgehen. Unseligerweise ist die Gefahr, die auf uns lauert, von unbegrenzter Dauer. Um damit erfolgreich umgehen zu können, benötigen wir nicht so sehr die emotionalen und übergangsbedingten Opfer einer Krise, sondern eher jene Opfer, die uns befähigen, stetig, sicher und klaglos die Bürden eines verlängerten und vielschichtigen Kampfes zu ertragen – immer mit dem Ziel der Freiheit vor Augen. Nur so werden wir auf unserem festgelegten Kurs bleiben, ungeachtet aller Provokationen, in Richtung auf fortwährenden Frieden und Besserung des Loses der Menschheit.
Krisen wird es immer geben. Ob die Krisen nun im Ausland auftreten oder hier im Inland, ob sie groß sind oder eher klein: immer wieder ergibt sich die Versuchung anzunehmen, dass spektakuläre und kostspielige Aktionen als wundersame Lösung aller auftretenden Probleme die geeigneten Mittel sind. Ein gewaltiger Kostenanstieg bei neueren Waffensystemen; die Entwicklung unrealistischer Programme als Behandlung allen Übels in der Landwirtschaft; eine dramatische Ausdehnung in der Grundlagen- und angewandten Forschung – diese und viele andere Optionen, jede für sich gesehen möglicherweise viel versprechend, könnten vorgeschlagen werden als die einzigen Wege in die Richtung, die wir einschlagen wollen.
Aber jeder Vorschlag muss bewertet werden im Licht eines größeren Zusammenhanges: nämlich der Notwendigkeit, eine Ausgewogenheit in den nationalen Projekten zu wahren – Ausgewogenheit zwischen privater und öffentlicher Wirtschaft; Ausgewogenheit zwischen den Kosten und dem voraussichtlichen Ertrag – Ausgewogenheit zwischen dem eindeutig Notwendigen und den angenehmen Wünschen; Ausgewogenheit zwischen unseren wesentlichen Bedürfnissen als Nation und den Pflichten, die dem Einzelnen auferlegt werden; Ausgewogenheit zwischen tagesaktuellen Aktivitäten und dem nationalen Wohl für die Zukunft. Eine gute Entscheidung bemüht sich um Gleichgewicht und Fortschritt; das Fehlen derselben führt irgendwann einmal zu Unausgewogenheit und Frustration.
Der Ablauf vieler Jahrzehnte kann als Beleg gesehen werden, dass unser Volk und seine Regierung im Allgemeinen diese Wahrheiten begriffen und im Angesicht von Bedrohung und Anspannung angemessen darauf reagiert haben.
Aber Bedrohungen, neu in Art und Ausmaß, nehmen fortwährend zu.
Von diesen will ich nur zwei erwähnen.
Ein lebenswichtiges Element zur Erhaltung des Friedens stellt das Militär dar. Unsere Bewaffnung muss machtvoll sein, bereit für rasche Einsätze, so dass kein möglicher Angreifer versucht sein könnte, seine eigene Zerstörung zu riskieren.
Die Organisation unseres Militärs heutzutage ist nicht mehr vergleichbar mit jener, die man zu Zeiten meiner Vorgänger in Friedenszeiten gekannt hat, oder auch bei den kämpfenden Männern im Zweiten Weltkrieg oder im Koreakrieg.
Bis zu unseren letzten Weltkonflikten besaßen die USA keine eigene Rüstungsindustrie. Amerikanische Hersteller von Pflügen konnten beizeiten, wenn es erforderlich war, aber auch Schwerter herstellen. Jetzt aber können wir uns keine improvisierte Produktion für die nationale Verteidigung mehr erlauben; wir sind gezwungen gewesen, eine permanente Rüstungsindustrie von gewaltigen Größenordnungen aufzubauen. Obendrein sind jetzt dreieinhalb Millionen Menschen im Verteidigungssektor beschäftigt. Wir geben jedes Jahr für nationale Sicherheit einen höheren Betrag aus, als alle amerikanischen Konzerne zusammengenommen netto einnehmen.
Diese Verbindung eines gewaltigen Militärapparates mit einer großen Rüstungsindustrie stellt eine neue Erfahrung in den USA dar. Der gesamte Einfluss – wirtschaftlich, politisch, ja sogar spirituell – wird wahrgenommen in jeder Stadt, in jedem Parlament unserer Bundesstaaten und jeder Behörde der Bundesregierung. Wir erkennen die Notwendigkeit dieser Entwicklung an. Wir dürfen aber auch nicht die Augen verschließen gegenüber ihren schwerwiegenden Folgen. Alle unsere Bemühungen, Mittel und Existenzgrundlagen sind betroffen; das gilt auch für die Struktur unserer Gesellschaft.
In den Gremien der Regierung müssen wir uns verwahren gegen die Inbesitznahme einer unbefugten Einmischung, ob angefragt oder nicht, durch den Militär-Industriellen Komplex. Das Potential für die katastrophale Zunahme deplatzierter Macht existiert und wird weiter bestehen bleiben.
Wir dürfen niemals unsere Freiheiten und demokratischen Prozeduren durch das Gewicht dieser Konstellation in Gefahr bringen lassen. Nur eine wache und kluge Bürgerschaft kann das richtige Zusammenwirken der gewaltigen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit miteinander gedeihen mögen.
In ähnlicher Weise, und weitgehend verantwortlich für die Umwälzungen in unserer industriell-militärischen Einstellung war die technologische Revolution in den letzten Jahrzehnten.
Innerhalb dieser Revolution wurde Forschung zentral, sie wurde formalisierter, komplexer und kostspieliger. Ein stetig zunehmender Anteil wird für, von oder im Auftrag der Bundesregierung durchgeführt.
Heute ist der einzelne Erfinder, der in seiner Werkstatt herumbastelt, verdrängt worden von Arbeitsgruppen von Wissenschaftlern in Laboratorien und Teststrecken. In gleicher Weise erfuhr die unabhängige Universität, traditionell die Quelle freier Ideen und wissenschaftlicher Entdeckungen, eine Revolution in der Durchführung von Forschung. Teilweise wegen der gigantischen Kosten, die damit verbunden sind, tritt praktisch an die Stelle der wissenschaftlichen Neugier der staatliche Auftrag. Anstelle der guten alten Schultafel treten nun hunderte neuartiger Computer.
Die Aussicht auf Beherrschung der nationalen Gelehrten durch Arbeitsplätze bei Bundesbehörden, Projektzuweisungen und der Macht des Geldes ist immer präsent – und muss ernsthaft bedacht werden.
Indem wir nun aber wissenschaftliche Forschung und Entdeckung hoch halten, wie es sich gehört, sollten wir andererseits aber auch wachsam sein gegenüber der gleichfalls vorhandenen Gefahr, dass die öffentliche Politik selber ein Gefangener einer wissenschaftlich-technologischen Elite wird.
Es ist die Aufgabe des Staatsmannes, diese und andere Kräfte, neue und alte, zu formen, auszubalancieren und zu integrieren in die Grundlagen unseres demokratischen Systems – immer in Hinblick auf die höchsten Ziele unserer freien Gesellschaft.
Ein anderer Faktor, bei dem das Gleichgewicht gewahrt werden muss, beinhaltet das Element der Zeit. Wenn wir uns die Zukunft der Gesellschaft anschauen, müssen wir – Sie und ich, und auch die Regierung – den Antrieb vermeiden, nur für heute zu leben, indem wir die wertvollen Ressourcen der Zukunft für unsere eigene Leichtigkeit und Bequemlichkeit ausplündern. Wir können nicht die materiellen Güter unserer Enkel verpfänden ohne zugleich auch den Verlust ihres politischen und spirituellen Erbes zu verlangen. Wir möchten, dass die Demokratie für alle nachfolgenden Generationen bestehen bleibt, und nicht zum bankrotten Phantom von morgen wird.
Entlang des weiten Weges der Geschichte, die jetzt zu schreiben ist, weiß Amerika, dass unsere Welt immer kleiner wird und muss vermeiden, eine Gemeinschaft von Furcht und Hass zu werden. Sie muss stattdessen ein stolzer Bund gegenseitigen Vertrauens und Respekts werden.
Eine solche Gemeinschaft muss eine Gemeinschaft von Gleichen sein. Der schwächste muss an den Verhandlungstisch kommen mit demselben Vertrauen wie wir, genauso geschützt wie wir durch unsere Moral, Wirtschaft und militärische Stärke. Dieser Verhandlungstisch, obwohl belastet durch viele vergangene Frustrationen, darf nicht abgeschafft werden zugunsten des gewissen Sterbenskampfes auf dem Schlachtfeld.
Abrüstung in gegenseitigem Respekt und Vertrauen ist ein immer noch gültiges Gebot. Zusammen müssen wir lernen, wie wir Meinungsverschiedenheiten beilegen, nicht mit Waffen, sondern mit Verstand und in ehrlicher Absicht. Denn diese Notwendigkeit ist so hervorstechend und offensichtlich. Doch ich bekenne, dass ich meine Amtsbefugnisse auf diesem Gebiet abgebe mit einem eindeutigen Gefühl der Enttäuschung. Als jemand, der den Horror und die nachklingende Trauer des Krieges miterlebt hat – als jemand, der genau weiß, dass ein weiterer Krieg jene Zivilisation völlig zerstören wird, die so langsam und schmerzhaft über Tausende von Jahren aufgebaut worden ist – wünschte ich, dass ich heute Nacht sagen könnte, ein dauerhafter Frieden sei in Sicht.
Glücklicherweise kann ich sagen, dass Krieg vermieden werden konnte. Steter Fortschritt hin zu unserem endgültigen Ziel ist vollzogen worden. Aber es muss noch so viel getan werden. Als ein privater Bürger werde ich niemals aufhören im kleinen Rahmen zu tun was immer ich helfen kann auf diesem langen Weg, um die Welt voranzubringen.
Jetzt in meiner letzten Gutenacht-Botschaft als Ihr Präsident danke ich Ihnen für die vielen Gelegenheiten, die Sie mir geboten haben im Dienst für die Öffentlichkeit in Zeiten von Krieg und Frieden. Ich vertraue darauf, dass Sie in diesem meinen Dienst Wertvolles finden – im Übrigen weiß ich, dass Sie Wege finden werden, die Durchführung in der Zukunft zu verbessern.
Sie und ich – meine lieben Mitbürger – müssen stark sein in unserem Vertrauen darauf, dass alle Nationen mit Gottes Hilfe das Ziel des Friedens mit Gerechtigkeit erreichen werden. Mögen wir immer unerschütterlich sein in unserer Hingabe zu Grundsätzen, zuversichtlich aber demütig mit Macht und fleißig in der Verfolgung der nationalen Ziele.
Zu allen Völkern der Welt, verleihe ich erneut Ausdruck der andächtigen und fortwährenden Sehnsucht Amerikas:
Wir beten, dass die Völker aller Glaubensrichtungen, aller Rassen, aller Nationen ihre großen menschlichen Bedürfnisse befriedigt bekommen; dass jene, denen Gelegenheiten versagt blieben, diese nun in vollen Zügen genießen können; dass alle, die sich nach Freiheit sehnen, ihre spirituellen Segnungen erhalten mögen; dass jene, welche Freiheit haben, ebenso ihre schwerwiegende Verantwortung begreifen; dass jene, welche unempfindlich sind gegen die Bedürfnisse anderer, Barmherzigkeit lernen werden; dass dafür gesorgt wird, dass die Geißeln der Armut, Krankheit und Unwissenheit von der Erde verschwinden; und dass in der Güte der Zeit alle Völker miteinander leben in einem Frieden, der garantiert wird durch die verbindende Kraft gegenseitiger Achtung und Liebe.
Jetzt am nächsten Freitagmittag werde ich wieder ein privater Bürger sein. Ich bin stolz darauf. Ich freue mich darauf.

Danke, und gute Nacht.

 

Refugee Crisis without a Concept?

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Auf Deutsch können Sie den Text hier lesen:

Hermann Ploppa

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The so-called refugee “crisis” is a gigantic humanitarian catastrophe without precedent in the history of mankind. Sixty million fellow humans have been driven out of their home region. Most of them vegetate in gigantic camps without appropriate food and clothing; and most of them have been and will be vegetating like this forever, until their lives’ end, deprived of their freedom without having committed any crime. Some two million of these uprooted people have summoned sufficient energy, money and connections to the outside world to search asylum in other countries. Every day this army of uprooted people is complemented by as many as 43,000. Their number has quadrupled since 2010. The growth rate of this expulsion movement is still dynamically increasing. Most of these refugees remain in their home country, but in a different province. Most of those who have to flee to a foreign country find refuge in neighbouring poor countries which are mostly labile themselves. Refuge champion is Turkey with 1.6 million refugees. However, while Turkey is a dynamically growing economic power which will be able to integrate the refugees in the long run, Jordan and Lebanon are facing an uncertain perspective, lacking significant resources. Lebanon has some 4.5 million inhabitants and now cares for
more than one million refugees. It is quite unclear how this small country, shaken by
civil wars, may cope with such an extreme burden without any help from outside.

Political caste in Europe without a concept

Only a small part of the uprooted is making it to Europe. Most of those are young
people, physically and mentally resilient and with financial resources. They are the
privileged among the dispossessed and disenfranchised unfortunates. While Lebanon, Uganda, Chad or Jordan have to deal with millions of refugees, rich Europe is facing hundreds of thousands of expatriates. In principle this would be manageable – if it wasn’t for a number of factors which are currently incapacitating Europe: Firstly, the political caste in Europe does not have the slightest idea of a concept how to react to the exodus. Some states are building walls again; other states are anarchically letting the streams of refugees flow towards the north. And the Federal Republic of Germany has immobilised itself by its lack of an immigration policy. Only those who apply for asylum, who are able to prove the status of being persecuted for a number of reasons, are allowed to immigrate for a longer period of time. In the strict interpretation of the law this applies only for a very limited number of persons. Similar to the US green card, Germany is also trying to attract highly qualified specialists whose expensive education has been paid for by another country, in most cases a Third World country. This allows the German economy to profit from their expertise without input. The German Foreign Office answers questions about immigration shortly and crisply: “Germany is not a classical immigration country which defines annual quota like the USA or Canada or Australia.” And now politics, media and also above all the economy are reacting to the tide of refugees as if a right to immigration to Germany existed: sermonizing is to be heard everywhere that the German population was ageing within the next decades so that it would be difficult for the coming generations to pay the pensions. And thus integrating a few million refugees into the work process would come handy. Even empty apartments are suddenly discovered everywhere. The regions which have just been cleared in East-Germany can be repopulated again, just like with the Huguenots, we are told.
Germany without a functioning social structure of consensus

Millions of traumatised people from foreign cultures with completely different customs and traditions are just right to fill gaps in the German demographic structure? Experts have their doubts about it – but even this obstacle could be overcome quite easily – if Germany had still a functioning social structure of consensus and smoothly interlocking cogwheels, like the Germany of the sixties or seventies. Now the society has been massively reconstructed, however – not to its advantage. Shröder’s policy Agenda 2010,
the systematic ruining of the state budget, the withdrawal of politics from the proactive shaping of society, the paralysis of public and cooperative structures: All of these factors have caused the situation that the Herculean task of a renewed integration of millions of refugees cannot succeed. The harmonious interaction of social groups has become a fierce
battle against each other, for resources are becoming increasingly scarce.
The merciless economisation of the actually existing market radicalism has driven millions of formal job holders into inner mental resignation. In addition – as the sociologist Heinz Bude recently explained once again in a readable essay – that millions of people veg out in low-wage jobs as “service proletariat”, without any hope of improving their own employment situation (in numbers: 900 to 1100 euros per month for a full time job). The sentence reads: life sentence to cleaning toilets, delivering parcels,
dwelling in truck cabs far from the family in or levering the sick and elderly out of their
beds. The serving proletarians join, as potential allies in a possible future class war, the educated academics who do not manage to sustainably secure their existance. Thus, in its social stratification, the Federal Republic of Germany has become somewhat equal to the United States of America. And it just takes a glimpse into the history books to realise how, since the mid 19th century, always new waves of immigration of ever different populations upset the already established workers in the US. Immigrants, now competitors, threatened the hard-won standard of living of those who were already there. In the repeatedly renewed reduction of wages by the oversupply of labor, the old residents regularly responded with pogroms and lynchings.

Media generated an enormous potential of violence

In Germany, the dispossessed and exploited of the service proletariat might soon respond in a similar way. The media – consciously or unconsciously – which remains to be seen – have worked in this direction: because for years the media have generated young people who, up to the age of 18 have already virtually consumed more than 36,000 murders in TV, movies and computer games (“FPS”) at least. If there was not one or the other social studies lesson at school, the impression from the virtual world would be exported into the real world that in the modern industrial society pure Stone Age logic would be reigning. Moreover certain tabloids are breed systematically the envy of demographic and occupational groups against each other, freely after Caesar’s recipe “divide and conquer”.
And now we are getting to the point where the quantity of virtual violence threatens to
turn into reality. When the union of train drivers in Germany carried out a rail strike that hit the railway users to the quick, a Facebook user demanded in his post to dispatch all train drivers in a train to the gas chambers. This hatred posting got 22,000 “Likes”, i.e., other Facebook users joined this demand. As environmental activists resisted the destruction of the landscape in the North Rhine-Westphalian municipality Garzweiler by lignite mining, they were bombarded with sadistic hatred emails: You should roll the train on the protesters, they should be put to sleep like the animals, etc. It turned out that the hate mails had been sent from employees of the energy company RWE which operates lignite mining. On a Monday demonstration by the Islamophobic movement Pegida in Dresden finally, two gallows were erected: one was, as could be read in the inscription, intented for the German Chancellor Angela Merkel, the other for her deputy Gabriel.
Targeted kindling of violence
The increasing isolation of the people when they feel threatened causes the adoption of a kind of paranoid personality disorder traits. This becomes especially dangerous and has the efffect of an accelerant when traumatized war refugees encounter insecure citizens. Targetted kindling of mistrust takes place, if all refugees are now generallx suspected of being child molesters, rapists or notorious shop thieves. Or that they “somehow” belong to the Islamic state IS. One should not disregard the fact that at least 99 percent of all violence victims of the IS are themselves Muslims. But for the owner of the website Politically Incorrect” it seems to be clear: the Germans will soon be victims of IS-terror. That is what they are predicting for the the end of the year 2016: “In naive Germany, there should be no problem for a fairly enthusiastic IS-fighter, to kill 20 to 30 people a day even with simple handguns – at least on the first day, if the attack is coordinated and carried out by surprise. Counting 250,000 men, that could well mean 4 to 5 million dead within 24 hours. Before the army could or would like to respond (or react), about ten millions could be killed relatively undisturbed alone within the first week – if there was enough amunition.”
What part do the “Antideutschen” (Anti-Germans) play?

But not only the political right spectrum is being mobilised. Since about 15 years the typical left milieu has been systematically subverted by mysterious forces which call
themselves “antideutsch” (anti-German). The traditional left have been marginalized by a highly-professional scheme – an “antideutsch” team game. Now the “Antideutsche” toughen up on the so called “conspiracy theorists” and “right-wing populists”. Addressees are those individuals who dare to challenge the US politics and the Netanyahu government in Israel. This affects the Swiss historian Daniele Ganser, for instance. He ventured to confront the official tale of the Bush-government about the 9/11-background with opposing explanations approaches. Recently, when the Witten-Herdecke-university invited the Swiss historian for a lecture, the “Antideutschen” dispersed among the groups of “Jungsozialisten” (German Social Democratic Party youth organization members), the “Junge Grüne” (German Green Party youth organization members), the “Antifaschisten” (anti-fascists) and the “Piraten” (German Pirates Party), tried to force the university to take back Ganser’s invitation. The university did not comply. Facing the great amount of visitors to Ganser’s lecture the “Antideutschen” did no longer attempt to break up the event.
The “Antideutschen” have no backing in the population. For that reason they concentrate their activities point by point at German universities. The academic recruits who are to take over leading functions in our society are maltreated by some kind of somber Old Testamentary doctrine of original sin: The Germans had lost their raison d’être, because they murdered six million Jews. In the language of the only left super-power German universities concrete walls flaunt the words: “No Border, No Nations” or in plain German “Deutschland verrecke!” (“Germany, snuff it!”) and “EU-Grenzen öffnen!” (“Open EU-borders!”).
Shock-strategy: Market-radical dispossessors at work

The motive of delegitimizing, i.e. depriving people of their right to integrity and dignity, always occurs, if abrupt encroachments on the possessions of certain groups of society or whole nations are taking place. Muslims in toto come under general suspicion of “Islamic State” terrorism, although they have to mourn the most of victims of the “Islamic State”. The inhabitants of the former GDR were collectively suspected of being agents of the so called STASI (national security service in the former GDR). Under the shock of this absolutely inappropriate insinuation the public-owned enterprises were requisitioned by western banks. The Swiss population is held liable for the immoral behavior of Swiss big banking houses in order to take possession of the immense Swiss corporate assets in the long term.
Currently, masses of communal and citizens centers in German municipalities are being requisitioned in order to accommodate refugees there. Whoever opposes this undoing of social meeting places meets with the reproach of being xenophobic. “Home guards”, established by right-winged circles help to create a false picture of the citizens’ legitimate concerns. There is reason to suspect that once again Naomi Klein’s shock strategy is being applied. Naomi Klein describes the method used by market-radical dispossessors who exploit catastrophes like tsunamis and earthquakes to “rewrite” the destroyed regions like empty blackboards – according to their own market-radical plans. It could be observed for instance that in Sri Lanka, after the Tsunami the fishermen were driven out in order to fill the tropical dream beaches with touristic resorts. Another example is New Orleans that was rebuilt after the hurricane Katrina according to market-radical plans. That is the blueprint which might serve as a model to reorganize Germany’s social topography when after the refugee crisis Germany’s population will have fallen into a state of shock: to sustainably undermine the social connectedness by closing community centres and by an inevitably intransparent re-distribution of social welfare benefit.
We’ve come full circle. The question remains: Why is it that neither the German Government nor the EU develop an sensible concept how to deal with the ever increasing refugee stream in the long run? Millions of immigrants without any immigration legislation – that does not look like a competent crisis management.

Marshall Plan for the rebuilding of destroyed countries

Nothing is more urgent than a long term concept. We are compelled to develop such a concept if we do not want to sink down into a “Clash of Civilizations” such as conjured up by Samuel Huntington. A concept might look as follows: (If there is a proposal, we have at least got something to talk about!) In a first step laws have to be passed to forbid the export of weapons. That would be the German Government’s business. After all it is Germany that is still the world’s fourth biggest arms exporter. In a second step those who caused the disaster have to pay compensation, in analogy to the case against the tobacco industry in the nineties of the last century. These reparation payments will be deposited on a fiduciary account at the International Development Bank (the IMF counterpart of the so-called BRIC-States). This money will serve to fund a Marshall Plan with which the destroyed countries will be reconstructed. Since it is to be expected that most refugees will gladly return into their warm home countries, they will be educated and trained already in their host countries in order to help reconstructing their native countries effectively.
Last not least the Federal Government has to finally do its homework and drive forth an elaborately formulated immigration legislation. In it one could honestly and frankly formulate the criteria which have to be met if somebody wants to obtain the desired German passport. For it is common sense that one day the boat will be full to the brim. If Germany and its middle-European neighbours want to guarantee their populations a life in dignity in the long term they must by no means expose them to a Darwinist struggle for Survival of the Fittest. Chancellor Angela Merkel knows only too well why she refused to participate in the assault on Lybia in 2011 that violated international law. She knew that ruining the state order in Lybia was going to render any coordinated dealing with the refugee streams at Europe’s borders impossible. Why is it that today Frau Merkel has the refugees immigrate into the country without any regulation? Is it possible that she is exposed to some kind of pressure, to act against her better knowledge?

Eine Politik der Spannungsverschärfung?

Die Übergriffe der Kölner Silvesternacht als Katalysator der Destabilisierung Deutschlands? Eine Auswertung von

Hermann Ploppa

Es ist beim besten Willen nicht möglich, ein klares Bild der Ereignisse in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof zu gewinnen. Die Nachrichtenlage ist verworren, und es werden viele unkorrekte und widersprüchliche Berichte in den Raum geworfen. Das fängt schon an mit jenem Video, das ein Beobachter von einer Treppe aus auf den Bahnhofsvorplatz mit seinem Mobiltelefon gemacht hat. RTL habe die Vorgänge auf die halbe Stunde vor Mitternacht angesetzt, beklagt sich der Macher des Handyvideos – tatsächlich ereigneten sich jene verantwortungslosen Knallereien bereits in der Zeit von 19 bis 20 Uhr, also weit vor dem geräuschvollen Ausstand aus dem alten Jahr. Wir stehen mitten zwischen jungen Männern und sehen, wie Knaller und Raketen auf Passanten unten auf dem Vorplatz abgefeuert werden.
Was wir hier bereits eindeutig erkennen: Polizeibeamten sind während dieser ganzen Sequenz nirgendwo zu sehen, obwohl die Knallkörperangriffe auf unbeteiligte Passanten lebensbedrohlich sind:
https://www.youtube.com/watch?v=IzjoNT7-ToE&feature=youtu.be

Die Verlegung dieser auf Video festgehaltenen Ereignisse auf die Mitternacht durch die Medien lässt das Verhalten der Polizei in einem falschen, viel zu positiven Licht erscheinen. Tatsächlich hat das Nichteinschreiten der Sicherheitskräfte den nachfolgenden Horror überhaupt erst möglich gemacht. Die Polizei lässt verlauten, dass sie zunächst nur die gefährlichen Aktionen mit den Feuerwerkskörpern bemerkt habe, nicht aber die Gewalt gegen Frauen:

„Offenbar hat die Polizei in der Nacht nichts davon bemerkt, sondern hat den Bahnhofsvorplatz deswegen räumen lassen, weil die Menge mit Feuerwerkskörpern beschossen worden war. Auf Videos ist zu sehen, wie Jugendliche gezielt Raketen auf Menschen abschossen. Von den Vorgängen habe man erst durch die Anzeigen im Laufe des Neujahrtages erfahren.“(Telepolis, http://www.heise.de/tp/artikel/47/47030/1.html)

Ein Mitarbeiter des Hotels gegenüber dem Bahnhof schildert jedoch, dass Polizei durchaus mit Sonderabteilungen, allerdings in viel zu geringer Kopfzahl, vor Ort gewesen sei und Randalierer festgenommen habe. Diese Leute hätten die Beamten dann allerdings nach anderthalb Stunden wieder freilassen müssen, da die Gefängnisplätze bereits überfüllt gewesen seien. Die Randalierer hätten sodann erneut um sich geschlagen, Passanten und die Beamten bespuckt und bedroht.
https://www.youtube.com/watch?v=vZFOYdLhjVU
Selbstverständlich sind für Randale dieser Größenordnung schon lange nicht mehr gewöhnliche Streifenbeamten zuständig. Es ist zu fragen, warum die Polizei vor Ort nicht unterstützt wurde durch Polizisten, die für solche Randale ausgebildet ist. Es stehen genug Polizei-Mannschaften zur Verfügung, die bei Demonstrationen friedlicher Bürger in Truppenstärke aufmarschieren. Warum blieben diese Kräfte in einem Augenblick in den Kasernen, in dem der Schutz friedlicher Bürger dringend geboten war? Der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung geht also nicht an die Polizeibeamten, sondern an ihre Vorgesetzten in Verwaltung und Politik, die ausgerechnet für Silvester offenkundig eine niedere Alarmstufe vorgegeben haben.
https://www.youtube.com/watch?v=T4NuPuF8IJs

Und hier beginnt es für uns alle ungemütlich zu werden. Die Folgen dieser unterlassenen Hilfeleistungen sind handfester Natur:
• Nazis und militante Ausländerfeinde jedweder Couleur bekommen jetzt endlich die maßgeschneiderte Steilvorlage, um ihrerseits die nächste Eskalationsstufe der Gewalt zu zünden.
• Der öffentliche Raum wird aufgrund berechtigter Ängste der Bürger noch mehr als bisher entvölkert. Die Vereinzelung der Menschen schreitet weiter voran.
• Wieder einmal profilieren sich Politiker und Rüstungslobbyisten (die oftmals als Personen identisch sind) mit dem Ruf nach mehr Polizei, mehr Sicherheitstechnik sowie Überwachungsvideokameras. Gerade so, als sei unser Land nicht schon jetzt bereits von Wachleuten, Sicherheitstechnik und Überwachung auf allen Ebenen überschwemmt.
• Das wertvolle Gut des sozialen Miteinanders wird von einer Politik zerrieben, die durch Konzeptionslosigkeit, zynische Berechnung und dem Drang nach totaler Beherrschung aller gesellschaftlichen Bereiche gekennzeichnet ist.
• Der Ruf nach Besonnenheit und rationalem Krisenmangement wird vom Ruf nach Rache und Ausweisung aller Asylbewerber schrill übertönt.

Wir müssen uns warm anziehen, und uns mehr denn je zusammenschließen, um dem Rückfall in Verhältnisse wie in der Weimarer Republik vorzubeugen.

Nachtrag des Autors, ganz subjektiv:

Es ist unglaublich, ich reibe mir die Augen: Flüchtlingsmassen werden ohne Feststellung der Identität einfach durchgewunken nach Deutschland. Die meisten Flüchtlinge brauchen wirklich Hilfe. Aber unter den Flüchtlingen sind auch schwarze Schafe. Die Flüchtlinge selber sagen: „Passt auf! Mit uns kommen auch Schwerkriminelle, IS-Terroristen – Leute die vor den Folgen ihrer Untataten aus ihrem Heimatland geflüchtet sind.“ https://www.youtube.com/watch?v=SBSnlAwMviU Und dann stellt sich Innenminister de Maiziere, ein hundertprozentiges Produkt transatlantischer Netzwerke hin, und will von seiner politischen Verantwortung für das Desaster in Köln ablenken, indem er die Kölner Polizisten beleidigt. Das Bauernopfer ist auch schon ausgesucht: der Kölner Polizeichef! Was für Irre fahren unser Land an die Wand?